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Gleiche Arbeit in der Hälfte der Zeit

GPS SteuerungGPS SteuerungGPS-Steuerung schlägt Laser-Steuerung im Praxistest auf der Deponiebaustelle Alstätte

Auf der 32 000 Quadratmeter großen Westseite der Deponiebaustelle Alstätte bei Ahaus der Heilit Umwelttechnik hat die USG aus Velbert die Profilierung des Deponiekörpers übernommen. Zudem sollte eine 30 Zentimeter starke Gasdränschicht und eine 20 Zentimeter starke Ausgleichsschicht eingebaut werden. In Summe ging es um 96 000 Quadratmeter. Die Toleranzvorgabe für die beiden Schichten lag hier bei plus minus zwei Zentimeter, bei Steigungen von 2,5/1 bis 2/1 Grad und bei Böschungslängen von bis zu 70 Metern. Um die geforderten Werte herzustellen, waren verschiedene Systeme der Maschinensteuerung im Einsatz. In einem zweiwöchigen Praxistest überzeugte die AccuGrade Dual-GPS-Steuerung auf einem Cat Dozer D6K durch ihre wesentlich einfachere Handhabung im Baustellenablauf gegenüber einer Laser-Steuerung auf einem Cat Dozer D5H.

USG arbeitet schon seit Jahren mit einer Cat D5H, die von Anfang an mit Dual-Laser-Steuerung ausgerüstet war. Seinerzeit war der Grund, in eine Laser-Steuerung zu investieren, das zentimeter-genaue und wesentlich schnellere Arbeiten auf großen geneigten Flächen. Und hier stößt die Laser-Steuerung heute an ihre wirtschaftlichen Grenzen. Am Anfang bestand die 32 000 Quadratmeter große Deponieoberfläche aus 43 einzelnen zu schiebenden Dreiecksflächen. Vor Baubeginn wurde sie extra von der Heilit-Vermessungsabteilung auf 13 Dreiecke reduziert, um sie „fahrbar“ zu gestalten. Zusätzlich hat die Vermessung einen zentralen Laserstandort eingerichtet, von dem aus, ohne großen Aufwand, sieben der größten Dreiecksflächen eingerichtet werden konnten. Trotz dieser Vereinfachungen stellte sich das Arbeiten als sehr anspruchsvoll dar, so musste der Rotationslaser für jede einzelne Dreiecksfläche immer wieder zu zweit neu eingerichtet werden. Der Dozerfahrer konnte sich zudem immer nur in einer Dreiecksfläche bewegen und wusste nicht genau, wo ein Dreieck aufhört und das nächste anfängt. Weitere Handicaps waren der ständige Wind, Nieselregen, starke Sonneneinstrahlung und die Vibration einer Stampffußwalze.

Die Neuinvestition zeigt Erfolg

Im Rahmen einer Neuinvestition für die D5H, testete die USG den neuen Cat Dozer D6K, eine Maschine in der 13-Tonnen-Klasse mit hydrostatischem Antrieb. Die D6K ist der Nachfolger der populären D5N und verfügt bereits ab Werk im Standard über eine Vorrüstung für Maschinensteuerung, kurz ARO (AccuGrade Ready Option). Damit können ARO-Maschinen schnell, einfach und bequem mit einer Caterpillar GPS-, ATS- oder Laser-Steuerung aufgerüstet werden. „Die Baustelle bot sich auf Grund ihrer vielen Dreiecke geradezu für den Einsatz von GPS Steuerung an“, erklärte Horst Denzer, Verkäufer der Zeppelin Niederlassung Neuss. „Probieren geht über Studieren“, sagten sich auch die beiden Geschäftsführer der USG, Ferdinand Doopstadt und Stefan Röllecke. Die Erstinbetriebnahme der Dual-GPS-Steuerung auf der Deponie, Aufbau der Komponenten, Hydraulikkalibrierung, Einmessung der Maschine, Inbetriebnahme der GPS- Referenzstation, dauerte zwei Stunden. Das digitale Geländemodell (DGM) lag bereits aus der Massenberechnung für die Kalkulation vor.

„Was sofort ins Auge fiel, war, dass unser Dozerfahrer Werner Klinner nicht mehr an die Dreiecksgrenzen gebunden war und das Material wesentlich schneller über die einzelnen Flächen hinweg auf Höhe einschieben konnte“, berichtete Stefan Röllecke. Positiv fiel ebenfalls das bessere Materialmanagement in der Fläche auf und häufige Arbeitsunterbrechungen durch Wind und Stillstandzeiten zur Laserneuausrichtung erübrigten sich. Durch die Dual-GPS-Steuerung mit zwei GPS-Antennen auf dem Schild konnte die D6K bequem quer zum Hang über alle Dreiecksflächen hinweg fahren. Auch bei einer Querdrift des Dozers zur Fahrtrichtung wurde die Schildstellung durch die Dual-GPS-Steuerung sofort kompensiert, sodass eine Beschädigung bereits fertiger Flächen ausgeschlossen wurde.

Bei jedem Wetter weiterarbeiten

Der Umstieg von Laser- zu GPS-Steuerung war einfach. „Auto An/Aus für die Hydraulik ist das Gleiche, nur mit dem Unterschied, dass jetzt bei allen Wetterbedingungen weiter gearbeitet werden kann und man nicht mehr an die Laserflächen gebunden ist. Wenn die Referenzstation läuft, kann den ganzen Tag ohne Unterbrechung durchgearbeitet werden. Das Beste ist jedoch, das Material wird nur noch einmal angefasst und die Höhe passt immer sofort“, berichtet Werner Klinner über seine Erfahrung. „Unterm Strich summierten sich die vielen kleinen Unterbrechungen bei der Laser-Steuerung auf die doppelte Leistung bei der GPS-Steuerung. Das hätten wir am Anfang nicht gedacht. Probieren geht doch geht über Studieren“, sagte ein zufriedener Stefan Röllecke.