Gehörschutz bei lauten Baumaschinen

Eine der häufigsten Berufserkrankungen im Baugewerbe ist die Schwerhörigkeit. Die Baubranche steht hier nicht alleine, auch in anderen Berufssparten leiden viele Erwerbstätige unter Hörschäden.

Betroffen sind nicht nur ältere Arbeitnehmer, die seit vielen Jahren dem Lärm von Maschinen und Geräten ausgesetzt sind, sondern auch viele junge Bauarbeiter leiden bereits an Schädigungen des Gehörs.

Aus diesem Grund ist es für jeden, der auf dem Bau arbeitet wichtig, Gehörschutz bei lauten Baumaschinen zu tragen. Tückisch ist hier, dass der Lärm häufig gar nicht als so stark empfunden wird, vor allem von
denjenigen, die nicht in unmittelbarer Nähe der Maschine arbeiten. Doch der Schall breitet sich aus und dringt ungehindert an jedes Ohr, wenn es nicht mit einem entsprechenden Plug oder Ohrenstöpsel geschützt ist.

Nicht selten erreichen Baumaschinen eine Lautstärke von 80-100 Dezibel. Dieser Pegel reicht aus, zumindest bei längerem Anhalten, um dauerhafte Hörschäden zu verursachen. Wer aus dem Bau arbeitet, sollte daher unbedingt regelmäßig einen Gehörschutz tragen. Auf keinen Fall ist es ratsam Drucklufthammer, Kreissäge und andere Geräte durch Musik übertönen zu wollen, denn so wird das Ohr noch mehr belastet.

Richtig gefährlich für das Hörvermögen wird es, wenn nicht nur am Arbeitsplatz, also auf der Baustelle, sondern auch darüber hinaus eine hohe Lärmbelastung existiert. Ob Discobesuch, ein lautes Autoradio oder das ständige Tragen eines MP3-Players all diese Dinge sind Lärmquellen, die das Ohr stressen und dazu beitragen können, dass das Hörvermögen nachlässt.

In vielen Fällen wird die Schwerhörigkeit zunächst gar nicht bemerkt, denn im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen entwickelt sie sich langsam und wird mit der Zeit immer stärker. So kann es sein, dass das eingeschränkte Hörvermögen zunächst nicht bemerkt wird. Vor allem wenn am Arbeitsplatz und in der Freizeit ständig eine hohe Lärmbelastung herrscht, sich die betroffene Person also mehr oder weniger an einen extremen Geräuschpegel gewöhnt hat. Diese Gewöhnung setzt aber nur oberflächlich ein, sie wird vom Einzelnen nach einer Weile vielleicht als nicht mehr störend empfunden, doch das Sinnesorgan Ohr sieht dies häufig anders. Auch wenn Ohrenschmerzen oder Ohrgeräusche ausbleiben, kann es zu einem Hörschaden gekommen sein. Um dies zu vermeiden, sollte immer ein entsprechender Gehörschutz getragen werden, wenn es am
Arbeitsplatz laut wird.